Texte

Neben meiner Arbeit als Grafiker und Illustrator bin ich auch freiberuflich als Autor tätig. Zudem schreibe ich für das Phantastik-Fandom, wobei mich besonders Biografien und Bibliografien interessieren. Aufgrund meiner Arbeit für das Magazin Lovecrafter und den Lovecraft-Podcast Arkham Insiders liegt einer meiner Schwerpunkte auf Leben und Werk des amerikanischen Schriftstellers. Im Folgenden präsentiere ich eine Auswahl von Texten, die in den letzten Jahren entstanden sind.

Am Schreibtisch durch die Alte Welt

Veröffentlichung: Lovecrafter. Vereinsmagazin der deutschen Lovecraft Gesellschaft. Nr. 4. Hrsg.: deutsche Lovecraft Gesellschaft e. V. Selbstverlag 2018

Beschreibung: In diesem Essay habe ich mir den Reisebericht „European Glimpses“ des amerikanischen Autors H. P. Lovecraft aus dem Jahr 1932 vorgenommen. Lovecraft ist uns heute natürlich vorrangig als Horror-Autor ein Begriff. Dabei hat er viele Texte verfasst, die wenig oder gar nichts mit Phantastik zu tun haben. Darunter finden sich wissenschaftliche Abhandlungen, Arbeiten als Ghostwriter, Briefe und eben auch Reiseberichte. „European Glimpses“ zählt in der Hinsicht besonders, denn diese gesammelten Eindrücke einer Europareise hatte Lovecraft ebenfalls als Ghostwriter zu Papier gebracht und zwar für seine Ex-Frau Sonia H. Greene (1883 – 1972). Interessanterweise hat Lovecraft selbst nie die beschriebenen Länder (England, Deutschland, Frankreich) besucht. Thematisch passt der Bericht zum Schwerpunkt der Lovecrafter-Ausgabe: „Europa“.

Quill. Ein Solo-Rollenspiel zum Briefeschreiben (deutsche Übersetzung)

Veröffentlichung: Quill. Ein Solo-Rollenspiel zum Briefeschreiben/Liebesbriefe/Schatten und Tinte. Von Scott Malthouse. System Matters Verlag 2018

Rezension: Ringbote (online Spielemagazin): „Während das Grundregelwerk und die ‚Liebesbriefe‘ mit historischen Illustrationen versehen sind, wurden ‚Schatten + Tinte‘ einige neue Illustrationen von Axel Weiß spendiert, der bereits für die Illustrationen der ‚Geh nicht in den Winterwald‘-Abenteuerbände verantwortlich zeichnete. Optisch wissen die ‚Quill‘-Bände damit durchaus zu gefallen, und auch Lektorat und Korrektorat geben keinen Grund zur Klage.“ (André Frenzer, Ringbote, 29.11.2018)

Beschreibung: Übersetzung des Grundregelwerks und eines Szenariobandes bzw. Kampagnenbuchs für Quill. Aus dem amerikanischen Original von Scott Malthouse. Quill ist ein unkompliziertes Solo-Rollenspiel, bei dem es darum geht, anhand gewisser Vorgaben handschriftliche Briefe zu verfassen. Regeln und Spielmaterialien sind so gehalten, dass einem sofortigen Spielbeginn nichts im Wege steht. Der Einführungsband sieht als Spielumgebung ein mittelalterlich angehauchtes Fantasy-Szenario vor. Der Folgeband dreht sich um das Verfassen von Liebesbriefen. Der dritte Band Schatten und Tinte ist zu Beginn des 20. Jahrhunderts angesiedelt und nimmt Bezug auf die kultischen Aspekte im Werk H. P. Lovecrafts. Für diesen Teil habe ich auch eine Titel-Vignette sowie fünf Illustrationen angefertigt. Das Layout sowie die Titel-Kalligrafie stammen von Natascha Safarik. Für Lektorat und Korrektorat zeichneten Thorsten Panknin, Markus Widmer und Daniel Neugebauer verantwortlich.

August Justus Mordtmann. Der Untergang des Carnatic. Anmerkungen zu einer Gespenstergeschichte und ihrem Autor

Veröffentlichung: Arcana. Magazin für klassische und moderne Phantastik. Nr. 23. Hrsg.: Robert N. Bloch, Gerhard Lindenstruth. Verlag Lindenstruth 2016

Rezension: Perry Rhodan. Im Kerker des Maschinisten. Nr. 2889. Von Verena Themsen: „[…] Arcana 23 beschäftigt sich mit dem vergessenen Phantastik-Autoren A. J. Mordtmann. Seine (hier ungekürzt erscheinende) Gespenstergeschichte ‚Der Untergang des Carnatic‘ ist mir schon mehrmals in Anthologien aufgefallen, aber sie hier im Original zu lesen, war ein absolutes Lesevergnügen. Der Artikel von Axel Weiß über den Autoren (vollständig: August Justus Mordtmann) ist gut geschrieben, bietet er doch einen Blick auf das Leben von Mordtmann und seiner Ära. […]“ (Hermann Ritter, Clubnachrichten/Fanzines)

Beschreibung: August Justus Mordtmann (1839 – 1912) ist der Verfasser einer der am häufigsten publizierten Gespensterschiff-Geschichten der deutschsprachigen Literatur: „Der Untergang des Carnatic“ (auch: „Der Untergang der Carnatic“). Dennoch blieb er selbst der Phantastik-Forschung größtenteils ein Unbekannter. Immerhin genoss sein Vater Andreas David Mordtmann (1811 – 1879) als Orientalist einen ausgezeichneten Ruf. In meiner Untersuchung spüre ich den bruchstückhaften biografischen und bibliografischen Angaben zu A. J. Mordtmann nach. Außerdem durchleuchte ich einige seiner phantastischen und abenteuerlichen Erzählungen. Im Zentrum des Texts steht dabei die Erzählung „Der Untergang des Carnatic“, die ursprünglich nur eine Episode innerhalb Mordtmanns Roman Die Perlen der Adhermiducht (1902, 1905) darstellte.

Der Katzenschädel

Veröffentlichung: Ulthar. Ein Reiseführer. Hrsg.: Jörg Kleudgen. Basilisk Verlag. 2016

Rezension: Horror-Forum: „Mein Favorit in diesem Band. Urban Legend, coming-of-age, stilsicher und dann auch noch historisch. Eine tolle Geschichte. Ich will auch so einen Schädel! Oder?“ (Vincent Voss, Horror-Forum, 30.10.2015)

Beschreibung: Ein Ausflug in die Belletristik. Auf Initiative des Herausgebers und Autors Jörg Kleudgen entstand die Anthologie Ulthar. Ein Reiseführer im Basilisk Verlag. Ausgehend von H. P. Lovecrafts Erzählung „Die Katzen von Ulthar“ und seinen Traumland-Geschichten hat jeder der beteiligten zehn Autoren ein Pastiche verfasst. Ich selbst habe mich mit meiner unheimlichen Story „Der Katzenschädel“ relativ weit von der ursprünglichen Thematik entfernt … die obige Einschätzung des Autors Vincent Voss trifft den Inhalt ganz gut. Die Autoren: Jörg Kleudgen (Hrsg.), Andreas Ackermann, Tobias Bachmann, Michael Dissieux, Michael Knoke, Mirko Stauch, Vincent Voss, Axel Weiß, Felix Woitkowski und Arthur Gordon Wolf.

Hanns Heinz Ewers … und kein Ende. Die Rezeption seit 1945

Veröffentlichung (Nachwort): Hanns Heinz Ewers: Die chinesische Kreuzigung und andere Schauergeschichten. Hrsg.: Andreas Schumacher, Lino Wirag. Selbstverlag 2014

Beschreibung: Eine Übersicht der Primär- und Sekundärliteratur zu Hanns Heinz Ewers (1871 – 1943) im Zeitraum zwischen 1945 und 2014. Ewers war um 1900 ein vielgelesener Autor im deutschen Kaiserreich; zu seinen bekanntesten Werken zählt der moderne „Schauerroman“ Alraune. Die Geschichte eines lebenden Wesens (1911). Bis in die Weimarer Zeit blieb Ewers einer der bekanntesten – und auch skandalumwitterten – Vertreter der phantastischen Literatur in Deutschland. Ebenso machte er sich zum Beispiel einen Namen als Reiseschriftsteller oder Filmpionier. In meinem Text decke ich die vielen Facetten in Ewers’ Schaffen ab und zeige auf, dass er bis in die jüngste Zeit in ebenso vielerlei Hinsicht rezipiert und adaptiert wird.